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Leihgroßeltern


Arbeitskreis Agenda 21
für Kinder, Jugend, Familie
und Soziales

Der Seniorenbeirat

Unsere Zukunft – natürlich miteinander

Projekt Leihgroßeltern


Aufgrund hoher beruflicher Mobilität in unserer Gesellschaft leben die verschiedenen Generationen einer Familie oft nicht mehr am selben Ort. Viele junge Familien haben nicht die Möglichkeit, im Alltag Unterstützung durch die Großeltern zu erfahren. Auf der anderen Seite wünschen sich Seniorinnen und Senioren oft eine stärkere Anbindung an die jüngere Generation und mehr Kontakt zu Kindern.

Die Stadt Höchstadt, vertreten durch den Arbeitskreis Agenda 21 „Kinder, Jugend, Familie und Soziales“, die Kinderbeauftragte und der Seniorenbeirat machen sich dafür stark, dass im Rahmen des Jahresmottos „Unsere Zukunft – natürlich miteinander“ Höchstadt noch kinder- und familienfreundlicher wird.

Mit dem Projekt „Leihgroßeltern“ möchten wir dazu einen praktischen Beitrag leisten, indem wir Seniorinnen und Senioren dafür gewinnen, ehrenamtlich Kinder (bis ca. 10 Jahre) außerhalb der eigenen Familie zu betreuen.

Ziel der Aktion ist es, nachbarschaftliche und generationsübergreifende Hilfe auf ehrenamtlicher Basis zu initiieren. Die Aktion soll dazu beitragen, Brücken zu bauen zwischen Menschen, die ehrenamtlich Hilfe anbieten und den Familien, die von einer Unterstützung profitieren können, indem sie Entlastung erfahren.


Kooperation und Organisation

Das Jugendbüro der Stadt Höchstadt nimmt die Adressen von interessierten Familien, Seniorinnen und Senioren auf und stellt den Kontakt wechselseitig her. Dabei wird unter anderem auch die räumliche Entfernung berücksichtigt.

Das Jugendbüro stellt in Zusammenarbeit mit dem Agenda Arbeitskreis, der Kinderbeauftragten und dem Seniorenbeirat den fachlichen Hintergrund der Aktion sicher:

• durch Mitarbeit am Konzept der Aktion,
• durch ein Einführungs- und Vorbereitungsseminar für interessierte Seniorinnen und Senioren,
• durch das Angebot von unterstützenden Gesprächen mit einer Fachberaterin oder einem Fachberater bei auftretenden Problemen, gegebenenfalls auch aufsuchend oder telefonisch, nach Möglichkeit kurzfristig,
• durch die Initiierung eines Gesprächskreises, welcher den ehrenamtlichen Helfern die Möglichkeit zum Austausch und zur Reflektion gibt.

Die Koordination der verschiedenen Aufgabenbereiche findet in einer Arbeitsgruppe statt, die aus:

• einer Vertreterin oder einem Vertreter des Agenda Arbeitskreises
„Kinder, Jugend, Familie und Soziales“,
• dem Leiter des Jugendbüros,
• der Kinderbeauftragten,
• einer Vertreterin oder einem Vertreter des Seniorenbeirats

besteht.


Kinderbetreuung

Die Leihgroßeltern können Zeiten und Anlässe abdecken, bei denen Großeltern typischerweise einspringen:

• wenn wichtige Termine und Besorgungen anstehen,
• wenn die Mutter oder der Vater mal länger arbeiten müssen,
• oder wenn Eltern abends mal ausgehen möchten,
• wenn Schulkinder erkranken, während der Unterrichtszeit wegen Erkrankung abgeholt werden müssen oder der Unterricht vorzeitig endet,
• und bei ähnlichen Anlässen.

Die regelmäßige Betreuung durch den Kindergarten oder durch eine Tagesmutter soll die Betreuung durch Leihgroßeltern also nicht ersetzen. Die Betreuung findet in der Regel im Haushalt der Familie statt. Eine Unterstützung bei der Hausarbeit ist nicht vorgesehen. Ebenso können die Leihgroßeltern nicht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern sichern, da in dem Fall der Betreuungsaufwand zu umfangreich wäre.

Um die Möglichkeit zu geben, dass eine Beziehung zwischen der Familie, insbesondere den Kindern, und den Leihgroßeltern entsteht, werden in der Regel immer die Kinder der gleichen Familie betreut. Es gibt aber die Möglichkeit, bei fehlender Sympathie zwischen den Beteiligten oder anderer Unstimmigkeiten eine neue Vermittlung in die Wege zu leiten. Dies muss in jedem Fall ohne Verärgerung der Beteiligten möglich sein.

Die Leihgroßeltern sollten von der Familie einen Beitrag zu den ihnen entstehenden Auslagen z.B. Fahrgeld, erhalten.

Versicherungsschutz der Beteiligten wird durch ihre privaten Versicherungen sichergestellt und ist mit diesen abzuklären. Eine Versicherung über die Initiatoren des Projekts ist nicht möglich.


Voraussetzung für die Teilnahme an der Aktion

Die Leihgroßeltern sollen für ein Gelingen des Unterstützungsangebotes

• eine positive Einstellung gegenüber Kindern und Familien haben,
• eine partnerschaftliche und wertschätzende Grundhaltung gegenüber den Familien einnehmen und den Familien auf „Augenhöhe“ begegnen können,
• in der Lage sein, persönliche und gesellschaftliche Vorurteile zu erkennen und zu reflektieren,
• bereit sein, auftretende Schwierigkeiten, unterstützt durch professionelle Helfer, zu lösen,
• körperlich der Belastung gewachsen sein,
• die Schweigepflicht als Selbstverpflichtung betrachten.


Die Familien sollen

• im familiären Zusammenleben ausreichend Konfliktfähigkeit aufweisen,
• bereit sein, Unterstützung von außen anzunehmen,
• eine wertschätzende Haltung den Helfern gegenüber einnehmen können,
• bezüglich Vereinbarungen, insbesondere Terminabsprachen, zuverlässig sein.

Dennoch hat jede Leihgroßmutter, jeder Leihgroßvater und natürlich auch jede interessierte Familie eigene Vorstellungen und Wünsche. An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass die Beratungsstelle weder eine eindeutige Auswahl bei den „Leihgroßeltern“ noch bei den Familien treffen kann. Ob zwischen einer Familie und einer Leihgroßmutter oder einem Leihgroßvater ein vertrauensvolles Verhältnis entstehen kann, lässt sich von außen nicht einschätzen. Sie als Eltern entscheiden daher eigenverantwortlich, wem sie Ihre Kinder in welchem Umfang anvertrauen.

Alle Anregungen, die wir von Ihnen bekommen, tragen dazu bei, dass die Aktion „Leihgroßeltern“ in der Zukunft noch besser und reibungsloser laufen kann.


Beteiligung an dem Projekt

Wenn Sie als Seniorin/Senior interessiert sind, sich an diesem Projekt als Leihoma oder Leihopa zu beteiligen, füllen Sie bitte den beigefügten Anfragebogen „Senioren“ aus. Eltern, die unter den genannten Bedingungen Interesse oder Bedarf für eine Leihoma/einen Leihopa haben, bitten wir, den Anfragebogen „Eltern“ vollständig auszufüllen. Die Fragebögen senden Sie bis zum 31. Juli 2007 an das Jugendbüro der Stadt Höchstadt, Obere Brauhausgasse 3 zurück. Mit Ihren Meldungen gehen Sie noch keinerlei Verpflichtungen ein, sondern bieten uns die Möglichkeit, eine Angebots- und Bedarfsermittlung durchzuführen.

Bei entsprechend großem Zuspruch beabsichtigen wir in einem nächsten Schritt die Interessenten an dem Projekt „Leihgroßeltern“ zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung und Einführungsgespräch einzuladen. Dort wollen wir Ihnen und weiteren Interessierten das Projekt ausführlich vorstellen und Ihre Fragen beantworten. Dabei soll auch Ihre Bereitschaft zur Mitwirkung als Leihgroßeltern einerseits und zu unterstützende Familie andererseits vereinbart werden. Auf der Basis Ihrer endgültigen Anmeldungen wird dann durch das Jugendbüro der Kontakt zwischen Leihgroßeltern und Familien vermittelt, auf dessen Basis diese miteinander in Verbindung treten. Alle Details der „Enkelbetreuung“ sind dann zwischen den beiden Partnern abzuklären und direkt zu vereinbaren.

Die Initiatoren des Projekts stehen selbstverständlich immer zur Unterstützung bei auftretenden Problemen oder bei Rückfragen zur Verfügung.

Bürgermeister Gerald Brehm
Arbeitskreis Agenda 21 Irene Häusler
Seniorenbeirat Dr. Hannes Kopp



Kontaktadressen:

Agenda Arbeitskreis 21: Fr. Irene Häusler Tel: 09193 – 3327
Jugendbüro der Stadt Höchstadt Hr. Bernd Riehlein Tel: 09193 – 62 61 56
Seniorenbeirat: Dr. Hannes Kopp Tel: 09193 – 8254






Dateien:
Abfrage_Leihgrosseltern.pdf
Abfrage_Eltern_01.pdf

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