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Großneuses

Der Zehnt gehörte 1326 dem Katharinenkloster zu Bamberg. 1497 ist hier ein Weinberg "an der Kaufleiten" erwähnt.

"In Großneuses traten neben dem Landalmosenamt und Spitalamt der Reichsstadt Nürnberg noch die Nürnberger Imhoff und das Rittergut Weingartsgreuth als Grundherren auf. Einen großen Hof besaß ehedem auch der Bischof von Bamberg; er war an die Truchsesse von Pommersfelden, Röttenbacher Linie, ausgeliehen. Für die Verwüstungen, die der Dreißigjährige Krieg auch in diesem Dorf hinterließ, spricht ein Kaufbrief des Pommersfeldener Archivs, in dem 1660 Georg Pankraz Stiebar von Buttenheim an Lorenz Seubold aus Schwarzenbach einen Hof in Großneuses verkauft. Erst für das vierte Jahr wird der Getreidezins erhoben, für den Aufbau des Wohnhauses bestimmt, dass 'mit dem Bau der Wohnungen nicht zu bald übereilt werden' sollte."

Seit der Reformationszeit war der Ort zwischen den Pfarransprüchen Höchstadts und der neugebildeten protestantischen Pfarrei Lonnerstadt umstritten. Beide Konfessionen hatten ihre Anhänger – wenn auch noch 1612 die Einwohner als lutherisch bezeichnet werden – denn in einem Vertrag von 1701 vergleichen sich Bischof Lothar Franz von Schönborn und die Reichsstadt Nürnberg, dass jeder Einwohner nach seiner Konfession die Kirche in Lonnerstadt oder Höchstadt besuchen könne.