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Nackendorf

Zum Jahre 1313 wird „Nachendorff” erstmals im Bamberger Burghutregister erwähnt. Wolfram und Dietrich Truchsess von Nainsdorf tragen zwei Hufen, Güter die sie hier besaßen und von denen sie fünf Pfund Heller jährlicher Gült bezogen, Bischof Wilving zu Lehen auf.

Der Ort gehörte ebenfalls St. Theodor in Bamberg, wie das Urbar von 1348 vermerkt, und bestand aus nur vier Lehen. Der Bamberger Bischof hatte die Vogtei inne und bezog jährlich nur ein Huhn. Als 1379 Gerhaus Hopfner aus Höchstadt fünf Äcker als Eigengut zu Nackendorf der Pfarrei Höchstadt für ein ewiges Licht stiftet, erfahren wir etwas von der Fluraufteilung: Vier Morgen der Stiftung liegen an einem Stück hinter dem Dorf, der fünfte Morgen liegt am Rietberg und heißt „der lange Acker”.

1547 haben die Zöllner von Brand und 1597 die Schlüsselfelder zu Nürnberg Besitz in Nackendorf, ein Schlösslein und sieben Lehen, wie 1612 notiert wird.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg war der Ort entvölkert. Die Schönborn erkaufen 1713 den Zehnt vom Kanoniker zu St. Gangolf in Bamberg, Johann Philipp Stang. 1742 wurde eine Kapelle erbaut, die kirchlich der Pfarrei Höchstadt unterstand. 1801 besteht der Ort aus „einer kleinen Kirche, einem Gemeindehirtenhaus, 14 anderen Häusern, 15 Städeln und einer Ziegelhütte”.